Brewery plants with quality made in germany.

Hefepropagatoren

Hefepropagatoren für Brauereien

Soll die Qualität eines Bieres verbessert werden, ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte ein perfektes Hefemanagement. Das Hefemanagement muss auf einem hohen standardisierten Niveau erfolgen, damit stets eine gleichbleibend hohe Bierqualität erreicht wird. Mit einer Hefepropagationsanlage können Sie diesen Punkt recht einfach erfüllen und sich anderen Ansatzpunkten der Qualitätsverbesserung Ihres Bieres widmen.
Mit Hilfe einer Hefepropagationsanlage sollen zwei Ziele erreicht werden. Das erste Ziel ist die Vermehrung (Propagation) nur der Hefe, die die gewünschte Sensorik im Bier erreicht. Fremdhefen und Bakterien werden beim Einsatz einer Propagationsanlage nicht signifikant mitvermehrt. Das zweite Ziel ist die Gewährleistung einer vitalen (gesunden, gärstarken) Hefe in der Brauerei.
Die Vitalität der Hefe wird im normalen Brauereibetrieb durch Stresssituationen für den Organismus der Hefe vermindert. Stresssituation bringen die wiederholten Hefegaben mit sich und lassen sich nicht vermeiden. Die Hefe ist Drücken, Druckwechseln, Scherkräften, ungeeigneten Temperaturen, Temperaturwechseln, osmotischen Belastungen (Konzentrationsunterschiede) durch Wasser oder Bieren mit einem für die Hefe zu hohem Alkoholgehalt ausgesetzt. Sinkt die Vitalität der Hefe ab, so macht sich das nicht nur in einem ungünstigeren Bieraroma bemerkbar, sondern die Prozesszeiten verlängern sich ebenfalls.
Mit Hilfe einer Hefepropagationsanlage sollte bei jedem Anstellen im Gärtank 30% frisch propagierte Hefe zugegeben werden. Die Betriebshefe in der Brauerei wird so immer sauber und vital gehalten. Dieses Verhältnis stellt sicher, dass stets ein geschmacklich gleichbleibendes Bier hergestellt wird, denn Kunden können geschmackliche Unterschiede feststellen. Die Gleichmäßigkeit einer Biersorte ist ein Qualitätsmerkmal einer guten Biermarke.

 

Hefepropagator 3

Funktionsbeschreibung
 
Unsere Hefepropagationsanlagen sind Eintankanlagen. Der Tank der Anlage wird drucklos oder mit einem minimalen Überdruck betrieben. Minimal, da der Druck ein Stressfaktor für den Hefeorganismus ist. Ein druckloser Betrieb macht einen ausreichenden Steigraum im Tank erforderlich. Nachdem der Tank und die Anlage einer gründlichen CIP Reinigung unterzogen wurde, wird der Tank mit steriler Würze auf ca. 20% des Flüssigkeitsvolumens (nicht des Tankvolumens) gefüllt. Die Würze wird innerhalb des Tanks auf Propagationstemperatur (14°C bis 20°C) gebracht und mit Sterilluft belüftet. Die Belüftung erfolgt in eine Umpumpleitung. Anschließend wird die Hefe aus einem Carlsbergkolben über ein Probenahmeventil in den Propagationstank oder die Umpumpleitung gegeben.
Die Steuerung übernimmt mit dem Propagationsprogramm die notwendige Führungszeit für die Hefe. Die Prozesszeit ist von der zugeführten Hefemenge abhängig. Das Propagationsprogamm besteht aus einem Temperaturprogamm, einem Umwälzprogramm und einem Belüftungsprogramm. Die Propagation läuft solange ab, bis nur noch der gewünschte Restextrakt vorhanden ist. Ein Restextrakt ist deshalb erforderlich, da sich die Hefe ohne die entsprechenden Nährstoffe unerwünscht verändert (Mutation). Anschließend wird der Tank auf 100% des Flüssigkeitsvolumens (ca. 55% des Tankvolumens) gefüllt und die Prozedur der Hefepropagation genauso wiederholt, wie das für die ersten 20% bereits durchgeführt wurde. Abschließend wird dem Propagationstank ca. 80% seines Füllvolumens entnommen und für das „Anstellen“ der Gärtanks verwendet. Die verbliebenen 20% Füllvolumen werden wieder mit temperierter Sterilwürze auf 100% des Füllvolumens (55% Tankvolumen) aufgefüllt, um als Startkultur zu dienen. Ein Zusatz von Hefe aus dem Carlsbergkolben ist in diesem Fall nicht erforderlich. Dieser Prozess kann jedoch nicht unendlich weitergeführt werden, da der Tank und die Anlage nach einigen Hefeführungen einer gründlichen CIP Reinigung unterzogen werden muss.